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Squealer-Rocks.de CD-Review | ||||||
Various Artists - Metalmessage V
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Was Markus Eck selbst dazu zu sagen hat, könnt ihr im Interview mit ihm auf unserer Seite nachlesen.
Genug nun also der Lobhuldigungen. Widmen wir uns jetzt dem METALMESSAGE V Sampler und den auf ihm dargebotenen paganischen Hymnen.
Bereits der erste Hördurchgang bricht aller Begeisterung Dämme und jene lässt langsam aber sicher den Lautstärkeregler an sein oberes Limit wandern, die Mähne schütteln und die Faust zum Gruße der wunderbaren Hymnen ballen. Die Vorschusslorbeeren waren wohl noch zu gering ausgefallen, behört man nun diese 13 Tracks, denn von der ersten bis zur letzten Minute bilden die Stücke ein Ganzes, was man so nicht einmal auf allen Alben, die jahraus jahrein veröffentlicht werden, wiederfindet. Wie aus einem Guss erscheint METALMESSAGE V und doch will ich nun aufbereiten, was man als Freund des Folk Metals in 72 Minuten Spielzeit geboten bekommt - lehnt euch zurück und macht es euch gemütlich.
In bester Pagan Hymnenmanier marschieren die Deutschen von Fimbulvet ein und eröffnen den Folk Metal Reigen mit ihrer Nummer "Helias Bann", die sich vorwiegend im Midtempo bewegt. Das Stück erinnert nicht zuletzt dank des Bardengesangs von Sänger/Gitarrist Stephan Gauger, dessen Stimme über weite Strecken im Zentrum des Liedes steht, an die Recken von Menhir. Das nachfolgende Lied wird vom prägnanten Klang der Flöte, hinter der sogar teilweise die Gitarren zurückstehen bestimmt. Auch ohne nachzusehen, verspürt man in "Slavia" diesen speziellen Geist, der die Sinne gen Osteuropa schickt. Dabei verstehen es die Slowaken Hromovlad gekonnt Tempo und Härte zu variieren und fünf Minuten zu einem kurzweiligen Vergnügen zu machen. Der Hauch von Osteuropa, der hier bereits Einzug hielt, schlägt in perfekter Weise den Bogen zu den Russen Tumulus, deren Stück "Kochevonov Plyas" von wunderbaren, russisch melancholischen Melodien und der kraftvollen Stimme des Sängers Kuchma getragen wird. Dazu setzt das Quintett auf traditionelle russische Instrumente wie Balalaika und Flöten.
Doch genug der kurzweilig folkloren Klänge. Denn von Kanada herab weht in "Journey To Ever-Eternal Skies" die steife Brise des episch heidnischen Black Metals der Moonsorrow Prägung, streift die stolz erhobenen Stirnen, lässt die Haare in mächtigen Bögen flattern und die Faust im Gleichtakt des Schlagzeugs in die Höhe schnellen. Epische Melodien und tragende Chöre - wer unsere finnischen Freunde kennt und schätzt, wird auch Dark Forest mögen.
Battle Metal, Metal Battle - möchte man fast bei den nächsten Mannen aus dem fernen Brasilien schreien. Im Midtempo, hymnisch, mit kurzen Black Metal Ausflügen ist Tiwaz mit "The Battlelore" ein optimaler Headbanger gelungen. Der Sturm treibt uns zurück in deutsche Lande und "Im Auge des Sturms" reist es sich bekanntlich am besten, obwohl Sturm um brandet. Epischer Pagan Metal, ähnlich dem von Finsterforst zelebrierten, klingt bei Dyrathor durch und so wundern einen die akustischen Passagen und das finstere Growling mit deutschen Texten nicht weiter, sondern lassen viel mehr schon vom Heiden Metal deutscher Prägung schwärmen.
Nur wenige Sekunden braucht es, das nächste, finstere Stück Metal einer Band zuzuordnen, denn die Galicier von Xerión lieferten mit ihrem Album NOCTURNAL MISANTROPÍA meine Newcomer Scheibe des zurückliegenden Jahres ab. Und so klingt "No Pazo Derruido Da Existencia" in dieser unnachahmlichen düster, epischen Weise eben nach Xerión, dass ich für alles andere auf mein Review verweise.
Nach so vielen kraftvollen Nummern wirkt "Sons Of The Damned" auf befremdliche Weise durchgeplant. Da ist zum einen das tadellose Celtic Melodic Death Gerüst à la Suidakra mit vielen Piano Zwischenspielen, anderseits der vierlagige Gesang, als ob Adorned Brood versuchten jeden Geschmack zu bedienen - Growls, Kreischen, Singen von Markus Frost und Gesang von Ingeborg Baumgärtel - irgendwo ist es dann doch zu viel des Guten bei den Deutschen.
Wahrhaft irisch klingt es dann aber bei der nächsten Truppe Waylander. Temporeichen, keltischen Metal, der sich irgendwo zischen Turisas und Suidakra Hymnen bewegt, bekommt man hier in "As Deities Clash" auf wunderbarer Art und Weise geboten.
Back to Black heißt es für die Belgier Natan, denn ihr Song "Volkskracht" reiht sich in eben jene Spielart des Folk Metals ein, die man gern als Epic Pagan Black Metal bezeichnet und so begegnet man zum einen fiesen Black Metal Shouts und ebensolchen Gitarren- und Drumwänden, gleichzeitig jedoch auch träumerisch hymnischen, von Keys und Violinen untermalten Passagen die das Stück zu einem abwechslungsreichen Genuss veredeln, so jedoch auch aus Finnland stammen könnte.
Wenngleich düster und hymnisch, durchtränkt mit symphonischer Epik gestaltet, ist "Miasma Track" der Deutschen Andras kein typischer Folk Metal Song, vielmehr schlägt er sich auf die Seite des melodisch melancholischen Dark/Doom Metals, der so in jeglicher Weise gefühlvoll ist.
Eine vollkommen andere Schiene bedienen die Landsmänner von Obscurity mit ihrem typisch deutschem Pagan Metal Song "Nach Asgard wir reiten", den man schon nach dem zweiten Mal hören zumindest im Refrain mit grölen kann.
Zu guter Letzt reisen wir noch einmal nach Belgien zu Vinternatt, die mit ihrem abwechslungsreichen, von finsteren Geigenklängen begleiteten, ein wenig jiddisch klingenden Stück "De Zwarte Mis" den Abschluss bilden.
Fazit: Der Worte sind gemacht genügend, schaut einfach auf den Seiten der Bands vorbei, falls ihr neugierig geworden seid.
Tracklist:
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1. Helias Bann 2. Slavia 3. Kochevonov Plyas 4. Journey To Ever-Eternal Skies 5. The Battlelore 6. Im Auge des Sturms 7. No Pazo Derruido Da Existencia 8. Sons Of The Damned 9. As Deities Clash 10. Volkskracht 11. Miasma Track 12. Nach Asgard wir reiten 13. De Zwarte Mis |
Fimbulvet Hromovlad Tumulus Dark Forest Tiwaz Dyrathor Xerión Adorned Brood Waylander Natan Andras Obscurity Vinternatt |
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