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Vision Divine - 9 Degrees West Of The Sun

Genre: Melodic Power Metal
Review vom: 02.03.2009
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label: Frontiers Records



Vision Divine, die im vergangenen Jahr ihr 10-jähriges Bandjubiläum feierten, gehören zu den besten Acts, die der hochmelodische Power-Metal zu bieten hat. Mega-eingängiges Songwriting, gepaart mit der nötigen Portion Härte und progressiven Einschüben waren und sind die Markenzeichen des italienischen Sechsers.

Natürlich ändert sich daran auch mit „9 Degress West Of The Moon“, dem neuesten Output der Kapelle, herzlich wenig. Warum auch? Schließlich gibt es nicht viele Bands, die den Italienern in ihrem Genre das Wasser reichen können, auch wenn sich die nicht ganz unwichtige Position am Mikroständer geändert hat. Fabio Lione kehrte im Sommer vergangenen Jahres auf die Sangesposition zurück, was allerdings nicht wirklich einen Bruch bedeutet, sang der Mann doch bis zur Trennung 2003 bereits einige Alben für die Metaller ein.

Warum Vision Divine zu den besten ihrer Art gehören, beantwortet schon der monumentale Opener „Letter To My Child Never Born“ in nachdrücklicher Weise. Knappe neun Minuten, in denen zu keiner Sekunde Langeweile aufkommt, wo druckvolle, energiegeladene Parts in balladeske Momente übergehen und zusammengehalten werden von einem schlicht grandiosen Refrain. Ohnehin, die Stärke von Vision Divine lag und liegt darin, ihren höchst abwechslungsreichen Sound in absolut gefälligen, extrem eingängigen Melodien und Hooks zu verpacken und das ganze mit progressiven Momenten zu versehen, die sogar ein Duzz-Dazz-Simpelhirn wie das meinige musikalisch-intellektuell nicht überfordern.

Ganz in dem Sinne kommt beispielsweise „Out In Open Space“ daher mit seinem dezent vertrackten Rhythmus und dem fast Hammerfall-artigen, mächtigen Chorus. Die Metal-Gurken unter uns werden dagegen mit „The Killing Speed Of Time“ auf's beste bedient, eine geradezu bösartige Speednummer im Vergleich zum Rest der Scheibe. Erholen davon tut sich der geneigte Rocker dann mit dem Titeltrack, einer sphärischen Nummer, die kein Song ist im klassischen Sinn, aber mächtig viel Stimmung verbreitet und sich gegen Ende geradezu bombastisch steigert.

Produziert wurde die Scheibe von Timo Tolkki, und das, natürlich, auf's Feinste.Ob nun Lione der beste Sänger für die Kapelle ist oder doch Vorgänger Michele Luppi ist ebenso Ansichtssache wie das Urteil darüber, ob „9 Degrees West Of The Moon“ das bislang beste Album der Italiener sein mag. Unstrittig dagegen, dass Vision Divine auch mit dieser Scheibe auf dem Gebiet des hochmelodischen Power Metal eine Marke vorgelegt haben, an der andere Bands ähnlicher Coleur mächtig zu knabbern haben werden. Für Genre-Fans ein Pflichtkauf!

Tracklist:

1.Letter To My Child Never Born
2.Violet Loneliness
3.Fading Shadow
4.Angels In Disguise
5.The Killing Speed Of Time
6.The Streets Of Laudomia
7.Fly
8.Out In Open Space
9.9 Degrees West Of The Moon
10.Touch Of Evil
11.Fading Shadow (Demo Version)

Lineup:

Fabio Lione (vocals)
Olaf Thorsen (guitar)
Federico Puleri (guitar)
Alessio Lucatti (keys)
Cristiano Bertocchi (bass)
Alessandro Bissa (drums)

DISCOGRAPHY:

1999 - Vision Divine
2002 - Send Me an Angel
2004 - Stream of Consciousness
2005 - The Perfect Machine
2007 - The 25th Hour
2009 - 9 Degrees West of the Moon


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