Squealer-Rocks.de CD-Review
Pump - Breakdown To Breakthrough

Genre: Hard Rock / Heavy Rock
Review vom: 10.03.2006
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Seien wir ehrlich und geben zu, dass wir hin und wieder schon etwas neidisch über die hohen Berge zu den Eidgenossen und deren unglaublichem Output an hochwertigen, traditionellen Hard Rock-Kapellen blicken. Schluss damit: Dass „Made in Germany“ wenigstens in Sachen Riff-Rock noch immer Gütesiegel ist, beweisen Pump aus dem Schwabenländle nachhaltig.

Schon das Debut der Band ließ aufhorchen. „Against Everyone’s Advice“, vor zwei Jahren veröffentlicht, rockte wie Sau, weil die Kombination aus großartigem Frontmann und bissfesten, traditionellen Rock-Nummern einfach passt. Die Erwartungen an den Nachfolger waren also nicht gerade gering, und um das Fazit vorwegzunehmen: Pump werden ihre Anhänger nicht enttäuschen, soviel steht fest. Natürlich schlägt „Breakdown To Breakthrough“ in dieselbe Kerbe wie das Debut, sprich rifforientierter Rock in der Schnittmenge von amerikanischen Kapellen wie Skid Row und europäischen Einflüssen wie den alten Gotthard oder Shakra.

Über Marcus Jürgens, den ehemaligen Brainstorm-Frontmann am Mikro, brauchen wir an dieser Stelle wohl nicht viel Worte zu verlieren. Großartig, Punkt, Nein, Ausrufezeichen! Pump darauf zu beschränken hieße allerdings den Kollegen schwer Unrecht tun, schließlich funktioniert die Band als Ganzes vorzüglich und liefert durch die Bank hochwertigen Heavy-Rock-Stoff ab. Clever, den stampfenden Oberhammer „Revolution On My Mind“ gleich mal an den Anfang zu stellen, denn wer sich diesen Brecher auf Aua-Lautstärke mal durch die Gehörgänge gepfiffen hat, ist bereit für mehr. Allerdings: Keine Chance auf Atempause, ganz im Gegenteil: Der anschließende Double-Bass-Ritt „Blood On The Blade“ stellt das härteste Stück Stahl auf der Scheibe dar. Ansonsten gilt, wie auch bei der Ernährung: Auf die Ausgewogenheit kommt es an, und hier kann „Breakdown To Breakthrough“ als Lauschlappen-Futter bedenkenlos empfohlen werden. Auf Geschmacksverstärker in Form von Keys wurde verzichtet, und die Zutaten in Form schneidender Riffs, einer pumpenden Rhythmus-Section und einem superben Shouter dürften zwar nicht Bio sein, aber nahrhaft und ausgewachsen sind sie in jedem Fall. Dementsprechend wechseln sich straighte Abgehnummern wie „Bulletride“ mit etwas ruhigeren, vertrackteren Nummern a la „Higher“ ab. Besonderes erwähnt werden sollte noch der geniale Einstieg in den Groover „How Does It Feel“ sowie die bluesige Nummer „I Can’t Deny“, bei der Marcus Jürgens phasenweise klingt wie Großmeister David Coverdale himself.

Das Fazit ist in dem Fall schnell gezogen: Die Erwartungen an das Zweitwerk von Pump waren hoch, aber die 5 Schwaben haben auf ihr Debut locker einen drauf gesetzt. Germany Rocks!


Tracklist:
01. Revolution On My Mind
02. Blood On The Blade
03. Higher
04. Save Me
05. I Can’t Deny
06. How Does It Feel?
07. Alright Now
08. Headstrong
09. Bulletride
10. Heaven High
11. Who Made You A Madman?

VÖ: 17. März 2006

Lineup:
Marcus Jürgens – vocals
Axel Reissmann - guitars
Ulli Hauff - guitars
Stephan Buerk - bass
Achim „Animal“ Keller - drums

DISCOGRAPHY:

2004 - Against Everyone’s Advice
2006 - Breakdown To Breakthrough
2009 - Sonic Extasy

SQUEALER-ROCKS Links:

Pump - Breakdown To Breakthrough (CD-Review)
PUMP - Sonic Extasy (CD-Review)

Shakra und Pump - Heidelberg, Schwimmbad Club (Live-Review)

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