Squealer-Rocks.de CD-Review
Crazy Lixx - New Religion

Genre: Hard Rock / Sleaze Rock
Review vom: 15.03.2010
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: 19.03.2010
Label: Frontiers Records



Heiliger Gott des Rock, was ist denn in diesem Monat los? Eine klasse Scheibe jagt die nächste, da wird der Schreiberling ja direkt unglaubwürdig durch seine fortwährenden Lobeshymnen. Aber, es hilft nix: Hier kommt die nächste, diesmal für Crazy Lixx.

Der schwedische Vierer gehört zu der Speerspitze einer Bewegung, die sich nicht zu Unrecht als „New Wave Of Swedish Sleaze“ bezeichnet und ihre Wurzeln unüberhörbar tief in den Achtzigern hat. Genu der Stoff also, den wir Altrocker, für die die Achtziger musikalisch eh die besten waren, hören wollen. Crazy Lixx im speziellen hat bei den alten Bon Jovi- und Def Leppard-Releases aber auch ganz genau hingehört, insbesondere die bombastischen, hymnischen Refrains haben die tauben Leoparden in ihren Glanzzeiten kaum besser hingekriegt, und das will was heißen.

So führen die Schweden bei der großartigen Power-Ballade „What Of Our Love“ Def Leppard und Aerosmith zusammen, schlagen bei dem Gute-Laune-Rocker „She's Mine“ in die Faster Pussycat / Poison-Kerbe, um dann bei „Lock Up Your Daughter“ Firehouse-Anleihen auszupacken. Alles nur geklaut also? Mitnichten! Der Vierer verleugnet zwar zu keinem Zeitpunkt seine Vorbilder, präsentiert sein im Grunde höchst traditionelles Liedgut aber derart energiegeladen und frisch, dass alten Haudegen wie mir das Herz aufgeht. Hört euch den kraftstrotzenden Opener „Rock And A Hard Place“ an und den anschließenden, funkigen Stampfer „My Medicine“ (mit, natürlich, allerliebsten Def Leppard-Chören) und es werden zwei Dinge passieren: Zum einen werdet ihr mir zustimmen, dass hier eine Kapelle am Start ist, die unglaublich viel Power hat und riesigen Spaß macht, und zum anderen werdet ihr den Silberling zur Theke tragen und es nicht erwarten können, die heimische Anlage auf „Nachbarschaftsklage“ zu drehen.

Drei Jahre ist es her, seit Crazy Lixx mit „Loud Minority“ ihre ersten musikalischen Pflöcke eingeschlagen haben. Was ist seit dem passiert? Zitieren wir Frontmann Danny Rexon: „Wir haben uns als Ziel genommen, die Scheiße aus Loud Minority rauszuprügeln. Und wenn du mich fragst: Wir haben es schwarz und blau geschlagen!“ Lassen wir mal so stehen, ein mächtig verprügeltes Debut und einen dafür umso unversehrteren Nachfolger. „New Religion“ rockt wie Sau, verneigt sich vor den Großen, ohne eine schlichte Kopie zu sein und macht einfach Spaß. Sollte reichen, um euer Interesse zu wecken.

Tracklist:

1.Rock And A Hard Place
2.My Medicine
3.21 'Til I Die
4.Blame It On Love
5.Road To Babylon
6.Children Of The Cross
7.The Witching Hour
8.Lock Up Your Daughter
9.She's Mine
10.What Of Our Love
11.Dessert Bloom
12.Voodoo Woman

Lineup:

Danny Rexon (vocals)
Andy Dawson (guitars)
Joey Cirera (drums)
Luke Rivano (bass)

DISCOGRAPHY:

2007 - Loud Minority
2010 - New Religion

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