Squealer-Rocks.de CD-Review
Pretty Boy Floyd - Size Does Really Matter

Genre: Glam / Punk / Sleaze Rock
Review vom: 12.03.2004
Redakteur: Eric
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



PRETTY BOY FLOYD ist eine der vielen Glam-Kapellen, die in Deutschland nie richtig Fuß fassen konnten. Ende der Achtziger legte die Kapelle mit "Leather Boys With Electric Toy" ein durchwachsenes Debut vor, das aber - im Windschatten angesagter Bands wie beispielsweise Poison - über dem großen Teich mächtig abräumte. Lange war es ruhig um Bandleader Steve "Sex" Summers, aber jetzt sind PRETTY BOY FLOYD zurück, mit der bahnbrechenden Erkenntnis: "Size Does Really Matter"!

Nehmen wir die negative Seite dieses Reviews gleich vorneweg, dann haben wir´s hinter uns: Die Produktion von "Size Does Really Matter" ist, um es vorsichtig zu formulieren, definitiv nicht mehr zeitgemäß; zu drucklos und undifferenziert tönt es aus den Boxen. Klar, TB Records ist ein kleines Indie-Label und für die Produktion stand sicher nur ein Bruchteil des Etats von den "Big Bands" zur Verfügung, aber unzählige kleine Bands haben vorgemacht, dass auch unter ungünstigen Umständen ein brauchbarer Sound gezaubert werden kann.

Ärgerlich, das, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Frontmann Summers und seine völlig neu formierte Truppe mit "Size Does Really Matter" ein wirklich gelungenes Album hingelegt haben. Über "2Heads2Faces" decken wir mal das Mäntelchen des Schweigens, ansonsten liefern PRETTY BOY FLOYD eine party-taugliche Mischung aus Glam, Punk und Sleaze frei Haus, die es in sich hat. Wenn auch Titel wie "Dead" oder "Suicide" nicht danach klingen - "Size Does Really Matter" geht gut gelaunt mächtig nach vorne, und hörbar hatte der Vierer Spaß beim Eintüten. Der Opener "Dead", "Fuck The Rock" oder die grandiosen Abgehnummern "Another Day (In The Death Of America)" und "Things I Said" - das ist Mucke fürs Herz, simpel, schnell und voller Power. Zwar drückt mir persönlich die Kapelle bei der Ballade "727" etwas zu stark auf die Tränendrüse, aber davon abgesehen rocken PRETTY BOY FLOYD in bester Tradition der alten Poison oder Mötley Crüe und tragen passenderweise den mittlerweile überholten "Dude Looks Like A Lady"-Look schmerzfrei zur Schau.

Fazit: Definitv eine Platte, die Spaß macht! Wer auf punkig angehauchten Glam steht und kein Problem mit einer durchwachsenen Produktion hat, sollte auf jeden Fall mal ein Ohr risikieren - könnte sich lohnen!


Tracklist:
01. Dead
02. Suicide
03. I´ve Got Nothing
04. Earth Girls
05. Things I´ve Said
06. Another Day (In The Death Of America)
07. 2Heads2Faces
08. Fuck The Rock
09. 727
10. It´s Alright

Anspieltipps: Dead, Things I´ve Said, Another Day, Fuck The Rock

Lineup:
Steve "Sex" Summers (v)
Lesli Sanders (b)
T´Chad (g)
Dish (d)

DISCOGRAPHY:

1989 - Leather Boyz with Electric Toyz
1998 - A Tale of Sex, Designer Drugs, and the Death of Rock N Roll
1999 - Porn Stars
2001 - Live At The Pretty Ugly Club
2002 - The Vault
2003 - Size Really Does Matter
2003 - Tonight Belongs to the Young
2003 - Vault 2
2004 - Dirty Glam
2004 - The Greatest Collection-The Ultimate Pretty Boy Floyd

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