Squealer-Rocks.de CD-Review
Speedy Gonzales - Electric Stalker

Genre: Melodic Rock
Review vom: 01.01.2006
Redakteur: Bombenleger
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Label:



Nicht mehr ganz so neu sind Speedy Gonzales aus meinem Lieblings Metal Land Schweden, wenngleich Electric Stalker auch ihr erstes Album ist. Bereits Anfang der 90er Jahre wird ein Demo Tape aufgenommen, das in diversen Gazetten reichlich Lob einheimst, man spielt auch beim December Rock Festival in Gavlerinken als Anheizer für Candlemass und Pretty Maids, aber als Gitarrist Tommy Denander 1991 das Weite sucht, ist's mit Speedy Gonzales erstmal Essig. Das Demo erfreut sich allerdings nach wie vor im Underground bis weit ins neue Jahrtausend hinein größter Beliebtheit - Grund genug für AOR Heaven, Tommy & Co. die Möglichkeit zu geben, das Demo neu einzuspielen incl. 4 neuer Songs und das Ergebnis liegt mir hier nun vor.

Was spielen die Jungs überhaupt? Melodic Rock der besseren Sorte, der stellenweise doch etwas an Rainbow Alben wie Difficult to Cure oder Straight between the Eyes erinnert, wie der Opener "Flash of the Blade" eindeutig klar macht. Ok, ich mag Keyboards nicht besonders, aber solange die dezent eingesetzt werden und nicht so nervig im Vordergrund stehen, dann ist das schon in Ordnung. "Electric Stalker" ist eine nummer, die von diesem Schema allerdings stark abweicht. Vor allem deshalb, weil sich Sänger Thomas Vikström in den höheren Stimmlagen doch ziemlich nach Rob Halford anhört. "Do you know where the kids go" driftet ziemlich in die Pretty Maids Ecke ab, während "Free like an Eagle" wieder etwas mehr AOR lastig ist und nach dem ruhigen "Men with Medals" geht's mit "Dominator" mal richtig ab. Vergleiche mit dem Rainbow's "Spotlight Kid" sind hier jedenfalls nicht von der Hand zu weisen.
Generell läßt sich bei dieser CD hier keine klare Linie erkennen, fast jeder Song ist irgendwie anders, aber das macht's zumindest für mich eher interessant. Der Refrain in "Make Love in Red" ist mir allerdings etwas zu kitschig, und die nächsten Songs schmälern meinen Geamteindruck etwas, aber bei "Lost and Fire" wird dann doch wieder etwas mehr auf's Gaspedal gedrückt. Klasse Song, einer der besten auf dem Album, der das Ganze hier zu einem würdigen Abschluß bringt.

Fazit
Trotz des blöden Bandnamens - ich glaub, wenn die was von dieser Zeichentrickserie gewüßt hätten, würden die jungs wohl einen anderen Bandnamen gewählt haben - ein gutes und abwechslungsreiches Album. Wer mit dem heutigen Metal nicht mehr viel anfangen kann und geistig noch in den 80er Jahren wandelt, hat hier seine helle Freude dran. Ich werd's mir in zukunft auch noch öfters anhören

Trackliste
Flash Of The Blade
Desires Of The Flesh
Electric Stalker
Do You Know Where The Kids Go
Free Like An Eagle
Men With Medals
Dominator
Spit In The Hand That Feeds You
Make Love In Red
Shock The Nation
Trial By Fire
Lust And Desire

Line-Up
Thomas Vikström (voc)
Marcel Jacob (bass)
Tommy Denander (guit)
Daniel Flores (dr)

DISCOGRAPHY:

2006 - Electric Stalker

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